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20.10.2002

91,3 %: Scholz neuer SPD-Generalsekretär - Wahlergebnis ist Verpflichtung zu harter Arbeit

"Das Ergebnis gibt Rückenwind - sowohl für die Arbeit in der Bundes-SPD als auch für die SPD in Hamburg", sagte Scholz nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. Die große Zustimmung sei „ein großer Vertrauensvorschuss, den ich rechtfertigen muss.“ Es gehe auf Bundesebene zunächst darum, den von Franz Müntefering eingeschlagenen Modernisierungskurs fortzusetzen und weiter zu entwickeln. „Die Arbeit von Franz Müntefering fortsetzen zu können, ist eine Herausforderung, der ich mich gern stelle“, sagte Scholz. Zuvor hatte er betont, er wolle die Partei wieder zu einem Ort der politischen Diskussion machen: „Es darf nicht sein, dass es in irgendeiner Fernseh-Talkshow interessanter ist, als in einem SPD-Ortsverein.“
Mit Blick auf Hamburg sagte Scholz, es gehe darum, den Schill-Senat möglichst schnell abzulösen. „In der Hansestadt werden wir dafür sorgen, dass der CDU-Schill-FDP-Senat bald nicht viel mehr als eine Fußnote ist“, kündigte Scholz an. Er hatte bereits in der Vergangenheit betont, auch weiterhin Landesvorsitzender der Hamburger SPD bleiben zu wollen.
Die Hamburger SPD-Bürgerschaftsfraktion gratulierte ihrem Landesvorsitzenden mit einem Marschallstab. Fraktionschef Uwe Grund übergab Scholz unmittelbar nach der Wahl den goldenen Stab mit einer Kordel in den Farben Rot-Grün-Gold. „Damit kann er, wenn nötig, auch mal auf den Tisch hauen", sagte Grund. Er bewertete den deutlichen Vertrauensbeweis für den neuen „General" als „ein hervorragendes Ergebnis" und einen Traumstart für Olaf Scholz. Hamburg habe damit ein größeres Gewicht als bisher in der Bundespolitik. Hier habe Scholz bewiesen, dass er motivieren, führen und zusammenhalten könne. Er werde die SPD auch bundesweit „auf ihrem Weg als moderne Volkspartei" weiter voranbringen.