"Satire hat viele Freiheiten - auch das Recht auf einen schlechten Geschmack", schreibt Scholz an Bürgermeister von Beust. Der Auftritt des Bürgermeisters sei "stillos" gewesen. Von Beust hatte an einer Gesangsvorstellung teilgenommen, in der Kritik an öffentlichen Äußerungen der Frau des Bundeskanzlers geübt wurde. "Stillos war vor allem Ihr überholtes Frauenbild, das sie in dem Beitrag vertreten haben. Einer Frau, in diesem Fall der Frau des Bundeskanzlers, das Recht auf eine eigene Meinung abzusprechen, weil sie (so Textstellen) "ein zartgliedrig Geschöpf" sei, einen "kleinen Mund", "rote Lippen" und einen "rosig-edlen Teint" habe, ist frauenverachtend - ich dachte, da seien wir drüber hinweg", so Scholz. Er bat von Beust, sich bei Frau Schröder-Köpf zu entschuldigen.
Bürgermeister von Beust ist der Aufforderung offenbar nachgekommen. Ein Sprecher lies mitteilen, der Bürgermeister habe die Sache "in einem persönlichen Brief erläutert".
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30.11.2002